Stachlicher Laden

Sieht aus wie ein Kakteenladen, ist aber viel mehr: Für vier Monate inszeniert die Designerin Miriam Köpf Pflanzen im Raum. 

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Auf dem schmalen Trottoir der Heusteigstraße drängen sich die Menschen. Es gibt kein Freibier. Es gibt Kakteen – wunderschön inszeniert von Miriam Köpf in einem winzigen Ladenlokal. „Ich will ja kein Pflanzenladen sein“, sagt die Designerin, die den Raum für vier Monate zur Zwischenmiete nutzt, um jeden Monat einer anderen Pflanzengattung Raum zu geben, „ich will mich ausleben“. Und dabei zeigen, was sie kann: Ihre Spezialität sind Raumkonzepte. Und diese funktionieren besonders gut, wenn etwas Lebendiges dabei ist. Das zeigt sie in ihrem Laden „Phyllis – temporary plant thing“.

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Die gesamte Einrichtung des Raumes wurde auf die Kakteen und Sukkulenten abgestimmt: Wandfarbe, Blumentöpfe, Blumenkästen. Obwohl für Miriam Aquise und Netzwerken im Vordergrund steht, kann man die Kakteen auch kaufen. Von Donnerstag bis Samstag. An den anderen Tagen ist sie in ihrem Büro am Südheimer Platz. Das Viertel, in dem sie seit acht Jahren lebt, sei ein guter Ort für ihren Showroom, sagt Miriam. Die Leute hier seien aufgeschlossen, kreativ und durstig nach Neuem.

Miriam Köpf
Miriam Köpf hat eine Spleen für Pflanzen.

Jeder Monat hat sein eigenes Motto. Im Kakteenfall: Dusty Spring. Wir sind mal auf die Orchideen gespannt.


April

Kaktus – Dusty Spring
Eröffnung: Donnerstag, 31. März 2016

Mai
Orchidee – Plant Punch
Eröffnung: Mittwoch, 04. Mai 2016

Juni
Farn – Swing Low
Eröffnung: Donnerstag, 02. Juni 2016

Juli
Begonie – Ambrosial Room
Eröffnung: Donnerstag, 30. Juni 2016

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Phyllis auf Facebook

Miriam Köpf

Artikel aus der schönen Zeitschrift Plot

Artikel mit vielen Bildern von der Eröffnung aus der Stuttgarter Zeitung

Bier

Gedrucktes von Paperness

Pflanzen mit Tanja Schäfer von Grün auf Zeit

Essen für die Events von Karin Künkele

Farben in Unterstützung von Farben Heim

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Passende Literatur gibt’s von Paperness, die außergewöhnliche Zeitschriften zusammenstellen.

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Craftbier
Passend zum Publikum: Bier von Ridmueller Craft Beer

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Andreas Vogel
Andreas Vogel beschallt das Viertel mit Musik, die zur Anlage passt.

Phyllis – temporary plant thing

Heusteigstraße 59
70180 Stuttgart

phyllis@miriamkoepf.de

Öffnungszeiten:
Donnerstag, Freitag: 12:00 – 20:00
Samstag: 10:00 – 14:00

Turmbau zu 70180

Musste dem neuen Internet-Turm weichen: Das katholische Pfarramt St. Maria und der Kindergarten.
Musste dem neuen Internet-Turm weichen: Das katholische Pfarramt St. Maria und der Kindergarten. Im Hintergrund poplig und klein: Der betagte Fernsehturm. (Foto: Eva Heer)

Stuttgart – Pionierstadt des Kommunikationsturmes. Der 1956 eröffnete Fernsehturm* war der erste seiner Art. 60 Jahre später setzen wir nun wieder einen Meilenstein der Kommunikationsarchitektur: Den ersten Internet-Turm der Welt!

Der Turm wird mitten in 70180 Stuttgart errichtet. Kein Wunder: Die Dichte der Irgendwasmitmedienschaffenden ist hier besonders hoch. Leider musste dafür das Katholische Pfarramt St. Maria mitsamt Kindergarten weichen. Es steht zu hoffen, dass ein neuer Kindergarten im Turmkorb Platz finden wird.

Nettes Detail: Die Inspiration für die Gestaltung des gemächlich rotierenden Turmkorbs fand Architekt Jonas Plözke beim Mittagessen bei Alaturka in der Olgastraße. Der geplante Turm babylonischen Ausmaßes wird trotz seiner Kessellage den höher gelegenen Fernsehturm überragen. Die Grundsteinlegung soll am 1. Juli 2016 stattfinden und mit der Fertigstellung wird ca. 6 Jahre vor der Eröffnung von Stuttgart 21 gerechnet. Von diesem Großwahnprojekt hat man einige Lektionen gelernt: Es wird keine Kostenschätzung erstellt. Also kann man diese auch nicht überschreiten.


* Für die Jüngeren unter uns: Der Turm heißt nicht so, weil man von ihm in die Ferne sehen kann. Fernsehen ist so eine Art YouTube, bei dem man eine begrenzte Anzahl an Kanälen hat, die unkontrollierbar vor sich hinlaufen.